Unzufriedenheit im Leben und eine Frage, die alles verändert: Bist du dir deiner Wahl bewusst?
12. April 2018

Schluss mit sorgen! Der Start in ein bewusstes Leben.

Geht es meinem Partner gut & ist er mir treu, kann ich diesen Monat meine Miete bezahlen und ist der Husten den ich seit 3 Wochen habe vielleicht etwas Schlimmes? Gedanken überfluten das Gehirn und man sorgt sich den ganzen Tag um alles mögliche, nur ändern tut das nichts.

Jeder kennt Momente, in denen ein regelrechter Mindfuck in einem stattfindet und die Gedanken sich sprichwörtlich selbständig machen. Ich selbst kenne solche Momente sehr gut und weiß wie nervenaufreibend das sein kann. Viele von uns sind regelrecht darauf konditioniert sich ständig Gedanken und Sorgen über alles und jeden zu machen. So hatte ich schon als Kind Menschen in meinem Umfeld die Profis darin waren sich Sorgen zu machen. Und was macht ein Kind? Es saugt alles aus seinem Umfeld auf, da es sehr feinfühlig ist und von seinem engsten Umfeld lernt wie die Welt funktioniert. Oder in diesem Fall eben nicht funktioniert. Wie dem auch sei. Heute sind wir alle erwachsen und alt genug um die Verantwortung für unser Leben und somit auch für unsere Gedanken selbst zu übernehmen. Ich zeige dir, was ich zum Thema Sorgen machen gelernt habe und meine Erfahrung dazu wie man sie am besten stoppt.

Was bringen dir deine Sorgen?

Sorgen kommen oft im Deckmantel der Verantwortung. Wir fühlen uns für irgendetwas oder irgendwen verantwortlich und sorgen uns deshalb darum, richtig? Falsch! Sich Sorgen zu machen verleiht einem keine Kontrolle, sondern hält uns im Gefühl der Ohnmacht. Fühl mal hinein in einen sorgenvollen Gedanken. Fühlt sich das an, als hättest du alles unter Kontrolle oder eher als hättest du gern alles unter Kontrolle und dem ist nicht so? Sich Sorgen zu machen heißt sich Szenarien auszumalen über Dinge, die wir momentan gar nicht beeinflussen können. Sie liegen meist in der Zukunft oder außerhalb dessen was wir beeinflussen können. Manchmal könnten wir die Dinge beeinflussen, suhlen uns aber lieber in den Sorgen und unserer Ohnmacht. Fakt ist, dass deine Sorgen nicht hilfreich sind. Oder hast du schon mal die Erfahrung gemacht, dass irgendeiner deiner sorgenvollen Gedanken irgendetwas positiv am Geschehen verändert hat? Meistens passiert mit oder ohne deine Sorgen genau dasselbe. Wenn sie etwas beeinflussen, dann meist eher negativ. Denn zum einen schickst du mit deinen Gedanken gewisse Schwingungen heraus in die Welt und zum anderen handelt man manchmal ziemlich Dumm aus den Sorgen heraus. Doch meistens ändern sie einfach gar nichts. Das heißt, wenn du dir das nächste mal Sorgen darum machst, ob du diesen Monat alle deine Rechnungen bezahlen kannst, mach dir bewusst, dass diese Gedanken nichts an dem Ergebnis ändern werden. Also kannst du sie genauso gut gehen lassen.

Benutze deinen Verstand aber lass dich nicht benutzen!

Oder besser sorge dich, aber sei nicht besorgt. Klingt etwas paradox, das gebe ich zu, ist es aber nicht. Wie bereits gesagt ändern deine Sorgen nichts positiv am Geschehen. Dennoch ist es normal und auch wichtig, dass dein Verstand mitbekommt, wenn etwas nicht so läuft wie es laufen sollte. Das heißt, wenn du dir monatlich Sorgen darum machst, ob du alle deine Rechnung zahlen kannst, weil du die Erfahrung gemacht hast, dass es immer knapp wird, ist es gut wenn dein Verstand dies als Problem erkennt und etwas verändern möchte. Dafür ist der Verstand schließlich da. Er ist wie gemacht dafür Probleme oder besser Herausforderungen zu erkennen und dann zu lösen. Es macht also Sinn, dass der Verstand dir sagt:“ Pass auf, hier stimmt etwas nicht“. Logisch wäre jetzt diese Information wahrzunehmen und nach einer Lösung zu suchen. Du könntest deine Ausgaben minimieren, dich nach einem Job mit besserem Verdienst umschauen oder was auch immer deinem brillanten Verstand einfällt. Das passiert wenn DU deinen Verstand nutzt. Was bei vielen von uns aber passiert ist das der Verstand uns benutzt und wir untätig bleiben. Anstatt das Problem anzupacken, steigert sich unser Verstand immer weiter hinein und sucht nach noch mehr Problemen, die Zukünftig auf uns zukommen könnten. Wir fangen also an uns Sorgen zu machen. Zum einen, weil wir so konditioniert wurden und zum anderen, weil wir keine Kontrolle über unseren Verstand haben. Natürlich gilt dieser Punkt nur für Situationen die wir wirklich in der Hand haben. Die meisten Sorgen sind allerdings komplett sinnlos und haben nichts mit der Wahrheit zu tun. Dazu mehr im nächsten Abschnitt. Egal warum du dir Sorgen machst, wichtig ist ins Bewusstsein zu kommen und deinen Verstand zu kontrollieren bzw. zu managen.

Übung: Werde dir bewusst, dass dein Verstand dafür gemacht ist Probleme zu lösen. Dementsprechend wird er auch welche suchen. Wenn dies etwas ist das du beeinflussen kannst, na dann super, nutze deinen Verstand um eine Lösung zu finden anstatt dich hinter Sorgen zu verstecken. Was du täglich machen kannst, um zu mehr Bewusstsein zu gelangen und deinen Verstand und somit auch deine Gedanken und Sorgen besser zu managen ist zu meditieren:

  • Nimm dir regelmäßig Zeit um in Ruhe mit dir zu sein.
  • Setze dich hin, schließe deine Augen und schau für 10 min. einfach dabei zu was für Gedanken kommen und lasse sie wieder gehen. Stell dir vor, du bist nur ein Beobachter in deinem Kopf, wie eine Überwachungskamera nimmst du alles wahr aber folgst den Gedanken nicht. Wie kleine Wolken kommen sie, ziehen vorbei und gehen wieder. Du bleibst der Beobachter sonst nichts. Du musst sie nicht beurteilen und folgst ihnen nicht.
  • Diese Übung machst du am besten täglich oder wenn du dir mal wieder Sorgen machst.

Das schult dich darin deine Gedanken, als Werkzeug zu nutzen und nicht von ihnen benutzt zu werden. Wenn du wieder klar bist, dann fang an zu Handeln und löse dein Problem.

Du bist nicht deine Gedanken

Und wieder mag die Überschrift für viele widersprüchlich klingen. Aber nur, weil wir uns alle mit unserem Geist identifizieren. Was wäre wenn das nicht du bist, der da denkt? Was wäre wenn du nur der Raum bist, in dem es denkt? Spätestens nach der Übung im letzten Abschnitt hast du gemerkt, dass da ein Bewusstsein ist, das nichts mit den Gedanken zu tun hat. Wenn du dein Geist und deine Gedanken wärst, hättest du sie wohl schlecht beobachten können. Die Wahrheit ist, du bist nicht dein Geist und deine Gedanken haben nichts mit der Wahrheit zu tun, folglich haben auch deine Sorgen nichts mit der Wahrheit zu tun. Wir alle haben teilweise ziemlich schräge Gedanken, die uns regelrecht Angst machen. Das hat aber nichts zu tun mit dem wer wir sind.

Ein Tool, das mir in letzter Zeit sehr viel begegnet und von vielen wirklich erfolgreichen Coachs und spirituellen Lehren, nicht zuletzt von Dain Heer genutzt wird, ist das folgende: Immer, wenn du dir über irgendetwas Sorgen machst, sagst du dir: „Das ist aber eine interessante Ansicht, die ich da habe“. Dies holt dich ins Bewusstsein. Noch besser für mich funktioniert das Ganze in folgender Form. Ich mache mir bewusst, dass ich nicht mein Verstand bin, denn der denkt ja ohne mein Zutun. Folglich sind meine Sorgen nicht meine Sorgen, sondern die meines Verstandes. Wir sind nur der Raum und das Bewusstsein in dem unsere Gedanken stattfinden. Da du gelernt hast, als Beobachter zu funktionieren und dich so aus dem Strom der Sorgen rausnehmen kannst sagst du: „Interessant, mein Verstand denkt dies und jenes könnte passieren“, „interessant mein Verstand meint, das könnte ziemlich weh tun und das wäre ganz schrecklich für mich“, „interessant mein Verstand beschäftigt sich mit Geldsorgen, Eifersucht, Krankheit oder was auch immer“. Sag es immer wieder und gerne auch mit ein bisschen Humor. Nimm deine Sorgen nicht zu ernst. Du wirst sehen wie sich dein Gefühl verändert. Mit dieser Übung bringst du Licht ins Dunkle deines Geistes und wirst dir bewusst was eigentlich passiert. Verurteile dich nicht für die Gedanken, die du hast. Beobachte einfach nur und nimm wahr mit was sich dein Geist gerade beschäftigt. Nicht du beschäftigst dich damit, dein Geist beschäftigt sich damit.

Komm in deinen Körper

Genauso wie bei deinem Geist kannst du auch bewusst auf deinen Körper achten. Wie verhält sich dein Körper, wenn du dir Sorgen machst? Wie fühlt er sich an? Sind deine Schultern locker oder angespannt, wie fühlt es sich im Hals oder dem Bauch an? Du wirst merken, dass dein Körper reagiert. Sowohl auf deine Sorgen als auch auf deine Bewusstwerdung. In dem Moment, in dem du hin fühlst verändert sich bereits etwas. Aber nicht nur das. Du kannst deinen Körper auch nutzen um aus deinem Kopf herauszukommen und wenn dein Geist nicht so aktiv sein kann gibt es auch weniger Sorgen. Dafür mache einfach Sport. Am besten einen Sport, der dir Spaß macht und der dich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch befriedigt. Beim Sport lösen sich viele Sachen und es werden Endorphine ausgeschüttet. Wenn du einen Sport machst, der deine volle Konzentration beansprucht, wie Fußball oder Klettern, kommst du ganz einfach raus aus deinem Kopf. Und das hat nichts mit ablenken zu tun, sondern ist nur eine zusätzliche Übung.

Wie du siehst, gibt es einige Möglichkeiten Sorgen zu stoppen oder damit umzugehen. Eine wichtige Sache gibt es noch, in der es sich zu üben lohnt. Habe Vertrauen in das Leben, dich selbst und die Menschen in deinem Umfeld. Mach dir klar, dass du nicht alles kontrollieren kannst oder musst.

Los geht’s in ein sorgenfreies Leben voller Freude.

Alles Liebe Mario

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