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Einfach mal Dankbar sein und sich selbst ein Geschenk damit machen.

Wir streben nach einem perfekten Leben. Mehr Liebe, mehr Geld, mehr Macht, mehr Sex und mehr grandiose Erfahrungen. Der Drang sich zu entwickeln ist gut und menschlich. Doch wenn du keine Dankbarkeit empfinden kannst, ist das alles nichts Wert.

Der Grund, warum ich darüber schreibe, ist dass ich selbst ein Perfektionist und ewiger Optimierer bin. Ich möchte ein Leben führen, das meinen Vorstellungen entspricht und meine Bedürfnisse erfüllt. Wenn du das hier liest, kennst du dies sicherlich auch von dir selbst. Und das ist eine gute Einstellung selbstbestimmt leben zu wollen. Den Beruf auszuüben, der uns erfüllt; Beziehungen zu führen, die uns begeistern und ein Leben zu kreieren, das uns entspricht. Es ist gut, wenn wir uns dies wert sind und dies verwirklichen.

Doch was ist das alles Wert, wenn wir nicht dankbar dafür sind, was wir haben und sind?

Die Gefahr der ständigen Optimierung und dem Ehrgeiz Großes zu erreichen, ist zu vergessen, es zu genießen und den Wert zu erkennen. Jetzt denkst du dir sicher, das passiert dir nicht; wenn wirklich etwas Großes passiert, bist du auch dankbar.

Und genau das ist der Punkt. Es passieren jeden Tag großartige Dinge! Du bist am Leben! Du darfst jeden Tag aufstehen und an dieser wundervollen Welt teilnehmen. Allein das ist Grund genug, um dankbar zu sein, für uns alle.

Und natürlich gibt es Dinge, die nicht gut laufen. Vielleicht bist du unglücklich mit deiner Beziehung, dein Job nervt dich oder du fühlst dich allein. Und es ist ok, das wahrzunehmen und es ist gut, das zu verändern. Aber um wirklich glücklich zu sein, ist es wichtig, dich in Dankbarkeit zu üben. Wir alle gewöhnen uns schnell an unser Leben und vergessen all die Besonderheiten wert zu schätzen. Und wenn mal wirklich großartige Dinge passieren, können wir sie oft nicht genießen, weil wir dabei sind, schon das Nächste zu planen. Das heißt also unsere Wahrnehmung und Beurteilung darf darauf trainiert werden, den Fokus auf Dankbarkeit zu legen und in Momenten der Größe inne zu halten und zu genießen.

Dankbarkeit für die „kleinen Dinge“

Eine gute Übung ist es, für die kleinen Dinge im Leben dankbar zu sein, die scheinbar selbstverständlich sind. Zum Beispiel dass wir in Deutschland zu den reichsten Menschen der Erde gehören, was wiederum bedeutet, dass du dir keine Gedanken darüber machen musst, ob du morgen genug zu essen haben wirst. Sei dankbar, dass du zum Kühlschrank laufen kannst und dir dein frisches Gemüse rausnehmen kannst. Du kannst dankbar dafür sein, dass du ein Smartphone oder Laptop hast, das dir ermöglicht, einen solchen Blogbeitrag zu lesen. Du kannst dankbar für dein Zuhause sein, das dich schützt und wärmt oder sei dankbar für den Sonnenuntergang, der den Himmel im schönsten Orange färbt. Sei dankbar für deine Gesundheit und unser Gesundheitssystem. Es gibt so vieles in unserem Alltag für das wir dankbar sein können. Das sind scheinbare Kleinigkeiten, die unglaublich wertvoll sind. Wenn du glücklich sein willst, lerne Dankbarkeit für sie zu empfinden.

Dankbarkeit für Beziehungen

Für alle, die jetzt seufzen und meinen sie hätten keine Beziehungen für die sie Dankbar sein können, aufgepasst! Zu erstmal können wir dankbar sein für all die großartigen Beziehungen, die unser Leben bereichern und mit Liebe füllen. Sei es dein Partner, deine Eltern, gute Freunde oder Lehrer und Mentoren. Wir alle haben Menschen in unserem Leben, die uns das Geschenk machen, ihr Dasein mit uns zu teilen. Mach dir wieder bewusst, was für ein Geschenk es ist, wenn dein Partner sich Zeit für dich nimmt und ihr ein gutes Gespräch oder Sex habt. Mach dir bewusst, wie wunderbar es ist, den Rückhalt deiner Familie oder von Freunden zu haben und mach dir bewusst, wie wunderbar es ist, Mentoren zu haben, die dich auf deinem Weg weiterbringen. Du musst Dankbarkeit nicht erzwingen, ich glaube nicht, dass dies überhaupt möglich ist. Aber ich glaube, man kann sich darin üben. Nimm dir einfach ab und zu Zeit, um inne zu halten und wahrzunehmen.

Nun zu den nicht offensichtlichen Beziehungen, für die wir dankbar sein dürfen. Jede Begegnung und Beziehung zu Menschen kann ein Geschenk sein. Viele Beziehungen, vor allem die, die wir als schmerzlich oder nervig empfinden, halten uns täglichen einen Spiegel vor und zeigen uns unsere inneren, ungeklärten Konflikte. Wenn dein Chef dich z.B. ständig nervt, weil er will, dass du noch mehr arbeitest und dich das unter Druck setzt und du das Gefühl hast, nie genug zu leisten, kann das ein Indiz dafür sein, dass du von dir selbst glaubst nicht genug zu sein. Deshalb begegnest du dann Menschen, die dir dieses spiegeln, damit du die Chance hast, es zu sehen und zu lösen. Diese Menschen machen das nicht bewusst und du kannst das für albern halten. Aber wenn du genau hinschaust, wiederholen sich gewisse Strukturen in deinen Beziehungen. Du kannst also selbst für nervige oder schmerzlich Beziehungen dankbar sein, weil sie dir einen Spiegel vorhalten und dir ermöglichen, daran zu wachsen. Ich kann allerdings verstehen, dass dies zu Beginn nicht der erste Gedanke ist und finde es auch okay, sich erstmal aufzuregen. Nach dem du dann gedacht hast „Was für ein Arsch“, könntest du dir überlegen, welches Geschenk die Begegnung beinhaltet und ob du nicht sogar dankbar dafür sein kannst. Das tust du nicht für dein Gegenüber sondern für dich.

Dankbarkeit für die großen Momente

Du hast endlich deinen Traumjob, eine wundervolle Beziehung, reist um die Welt, hast einen brandneuen Porsche und einen Strandkörper, wie du ihn dir immer gewünscht hast? Du hast dein Studium erfolgreich beendet, eine riesige persönliche Transformation durchgemacht oder endlich dein eigenes Business gestartet? Egal was du großes erreicht oder erfahren hast, nimm dir JETZT einen Augenblick Zeit dafür und sei dankbar! Wertschätze es und feier dich selbst! Mach dir deine Größe bewusst und genieße deinen Erfolg!

Und wie fühlt es sich an? Großartig nicht wahr? Es ist unglaublich, wie wir selbst für solche großen Erfolge die Wertschätzung und Dankbarkeit uns selbst und dem Leben gegenüber vergessen. Du hast dir mit deinem persönlichen Erfolg in was auch immer ein riesen Geschenk gemacht. Danke dir selbst und dem Leben dafür. Danke allen Umständen und Menschen, die dies ermöglicht haben, sei es mit hilfreichen oder schmerzlichen Beiträgen. Alles was dazu beigetragen hat, dass du jetzt hier stehst, mit dem was du hast und bist, hat deine Dankbarkeit verdient. Genieße die grandiosen Augenblicke und mache dir immer wieder bewusst, wenn etwas Großes geschieht.

Ich weiß selbst, wie schnell man es vergisst. Ich reise z.B. seit 5 Monaten durch Südostasien, habe mich selbständig gemacht und bin dadurch frei und ortsungebunden. Großartige Dinge, die ich mir lange gewünscht habe und doch vergesse ich immer wieder die Dankbarkeit dafür und nörgel wegen irgendwelchen Kleinigkeiten rum. In letzter Zeit habe ich mich teilweise nicht wirklich glücklich gefühlt und gesucht, woran es liegt und was ich verändern kann. Heute morgen ist mir bewusst geworden, dass es gar nicht unbedingt an den Umständen liegt, sondern an meiner Wahrnehmung und meinem Fokus. Und so schreibe ich das hier und bin zutiefst dankbar, mich daran erinnert zu haben und es mit dir teilen zu können.

Tools und Tipps mit denen du dich in Dankbarkeit üben kannst

Dankbarkeit, Wahrnehmung und der richtige Fokus sind also der Schlüssel zum glücklich Sein. Doch wie kannst du dies möglichst einfach in dein Leben integrieren. Im Prinzip relativ einfach: werde dir regelmäßig bewusst, für was du dankbar sein kannst, was geil in deinem Leben ist. In der Praxis vergisst du das vielleicht schnell wieder und es helfen ein paar Übungen zu Beginn.

  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch (schreibe jeden Tag auf, wofür du heute dankbar bist. Das wird deinen Fokus ungemein auf die positiven Dinge in deinem Leben lenken)
  • Mache eine Dankbarkeitsmeditation (setzte dich jeden Morgen oder Abend in Ruhe hin, schließe die Augen und nimm dir 10 min. Zeit, dich darauf zu besinnen, wofür du in deinem Leben dankbar sein kannst. Eine super Übung für den Morgen, da du dann super gelaunt in den Tag startest.)
  • Wenn solche Übungen nichts für dich sind, nimm dir einfach ab und zu Zeit für dich und mach dir bewusst, für was du dankbar sein kannst. Und übe dich den Tag über in Achtsamkeit.

Ich hoffe, du konntest aus diesem Blogeintrag etwas mitnehmen und ich danke dir fürs Lesen.

Liebe Grüße

Mario

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